Aktuelle Informationen von
Donnerstag, 09.07.2020, 09:35 Uhr

Im Grunde unverändert seit Mittwoch, 08.07.2020

 

Mehr als verständlich, dass Sie sich um Ihre gebuchte Urlaubsreise sorgen und diesbezüglich stichhaltige Informationen begehren, für welche Ihr Reiseveranstalter zuständig ist. Da denen dies oft nicht erschöpfend möglich ist, möchten wir mit dieser Seite zusätzlich noch etwas dabei helfen, die Dinge besser zu verstehen. Wir wenden den Blick weg vom subjektiven Empfinden und weg vom Blick in die Glaskugel, hin zu objektiven Fakten:

 

Wichtig zu wissen: Keine einfache Zeit für die Reisebranche! Als ein kleiner Vermittler u.a. Ihrer Reise, haben wir unsere eigentliche Aufgabe bereits vollständig erbracht, erhalten bei nicht angetretenen Reisen keinerlei Vergütung und arbeiten jeden Schritt, den wir darüber hinaus zusätzlich erbringen, freiwillig und ohne jegliche Einnahmen! Einige Büros sind in dieser Situation einfach nicht mehr erreichbar, oder haben bereits "die Segel gestrichen (Anm. derzeit schon mehr als 500 Insolvenzen und 3 Suizide)". Auch für uns wäre es sehr viel günstiger gewesen, bereits zum März das Geschäft dauerhaft zu schließen. Die Geschäftsgrundlage wurde uns vollsändig entzogen, Einkünfte daher nicht möglich, aber die Kosten laufen seither trotzdem weiter. Nebst übelster Beschimpfungen erfahren wir aber auch enorm viel Zuspruch und Mitgefühl von unseren Kunden, gerade weil wir Stand halten und uns auch in dieser Situation zur Verfügung stellen. Wir sind ein kleines Reisebüro, ganz am Ende der Schöpfungskette und haben keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Politik und der Reiseveranstalter! Aber ich kann Ihnen versichern, dass wir Ihre Traumreise ständig im Auge behalten und Ihnen sofort Bescheid geben, wenn wir eine Nachricht Ihres Reiseveranstalters erhalten und Handlungen notwendig sind.

 

Wo liegt die Schwierigkeit: Eine nie dagewesene Krise bei der keiner der Beteiligten von gesicherten Erfahrungswerten zehren kann. Die Politik weiss nicht was Sie tun soll, zaudert und zögert, vergibt zur Sicherung von Arbeitsplätzen Hilfsgelder in Milliardenhöhe an Großkonzerne wie Condor, Lufthansa und TUI. Letztere reagierten nach erfolgter Bewilligung mit 8.000, die Lufthansa mit 11.000, die Condor mit 1.000 Entlassungen. Kleine Reisebüros sichern die touristische Infrastruktur und mussten über Monate selbstorganisiert kämpfen, demonstrieren und bangen, um nun wenigstens anteilsmäßig eine Unterstützung zu erhalten. Ein staatlicher Rettungsfonds, welcher Ihre Gelder für coronabedingte Reiseabsagen auszahlen könnte wäre super, wird jedoch von der Regierungskoalition nicht gewünscht. So kämen Reisekunden recht unbürokratisch und ohne Stress an Recht und Geld. Gesetz ist seit 03.07.2020 die Gutscheinlösung auf freiwilliger Basis. Diese kann man nun auch bedenkenlos annehmen, da Ihr Guthaben in Bezug auf das Insolvenzrisiko staatlich abgesichert ist.

 

Wichtig zu wissen: Wenn behördlich absehbar ist, dass Ihre Reise tatsächlich nicht stattfinden kann (Hinweise dazu s.u.), wird Ihnen Ihr Reiseveranstalter vorab eine individuelle Lösung unterbreiten. Der Zeitpunkt wann dies geschieht, oder wann Ihre Reise abgesagt wird, ist nicht verhandelbar. Die Veranstalter orientieren sich bei dieser schwerwiegenden Entscheidung i.d.R. an den Reiseempfehlungen der involvierten Länder. Eine deratige Entscheidung obliegt nur dem Reiseveranstalter, wir als Reisevermittler und Sie als Reiseanmelder haben auf den Absagezeitpunkt einer Reise leider keinen Einfluß.

 

AKTUELL FÜR DEUTSCHLAND:

Ob, wann und in welchem Umfang Urlaubsreisen ins "Nicht-EU-Ausland" möglich sein werden, ist bislang offen. Wann welche Ziele bereist werden können, hängt zum einen von der Entscheidung der Bundesregierung ab und zum anderen von den einzelnen Urlaubsländern. Die Bundesregierung hat sich am 10.06.2020 für eine Reisewarnung für Nicht-EU-Länder, gültig bis einschließlich 31. August 2020, entschieden. Aber Achtung: "Wir werden die Reisewarnung auch vor September immer wieder auf den Prüfstand stellen, immer mit der Sicherheit der Reisenden als zentralem Kriterium. Dort - und nur dort - wo das Gesamtpaket aus positiver Pandemieentwicklung, einem stabilen Gesundheitssystem, stimmigen Sicherheitsmaßnahmen für den Tourismus und verlässlichen Hin- und auch Rückreisemöglichkeiten das zulässt, können wir möglicherweise schon früher von einer Reisewarnung zu Reisehinweisen zurückkehren. (O-Ton Außenminister Maas, 10.06.2020). Die Hoffung für den Spätsommer lebt also weiter!


AKTUELL FÜR USA & KANADA

Reisen bis 31. August 2020: Wir haben bereits frühzeitig alle betroffenen Kunden individuell kontaktiert. Seitens der Reiseveranstalter wurden kostenfreie Umbuchungen oder Guthaben angeboten. Für Kunden ohne künftige Reiseoption wurden indivdiuelle Möglichkeiten bezüglich einer Rückerstattung und der weiteren Vorgehensweise eruiert.

 

Alle Reisen ab 01. September 2020:  Sollte das Reisen ab September wieder möglich werden, und Sie selbst auch reisen wollen, so werden auch wir alles dafür tun, dass Ihre Reise stattfinden kann. Sollten Sie aus individuellen Gründen Ihre Reise nicht mehr wertschätzen, so gilt es zu gegebener Zeit Lösungen mit den Reiseveranstaltern zu finden. Falls eine Reise, beginnend ab 01.09.2020, aus Eigeninitiative storniert werden sollte, ist dies lt. den AGB's der Veranstalter bis dato nur kostenpflichtig möglich. Dem ist abzuraten, da bislang bei Veranstalterangeboten die Konditionen allesamt günstiger waren. Bitte warten Sie bis Ihre Reise auch aus Sicht der Reiseveranstalter betroffen ist. Ihre Restzahlung können Sie ohne Rücksprache auf jeden Fall bis 4 Wochen vor Ihrer geplanten Abreise zurückhalten!

 

Kanadier dürfen seit Kurzem wieder nach Deutschland einreisen. Leider beruht dies, mangels Verhandlungsgeschick unseres Außenministers, nicht auf Gegenseitigkeit, denn zeitgleich hat Kanada die Einreisesperre für u.a. Deutsche Staatsbürger bis 31.07.2020 verlängert. "This Order has effect for the period beginning at 23:59:59 Eastern Daylight Time on the day on which it is made and ending at 23:59:59 Eastern Daylight Time on July 31, 2020." Der Druck der Kanadischen Touristikwirschaft wächst enorm, so dass deren Regierung demnächst handeln muss um einem Massensterben touristischer Unternehmen zuvorzukommen. Bedeutet also nicht zwingend, dass Reisen im Spätsommer nicht möglich sind.

 

Wir bitten weiterhin um Ihre Solidarität mit den akut betroffenen Kunden. Wir können Ihnen erst eine Information weitergeben, wenn uns diese von Ihrem Reiseveranstalter übermittelt wird. Am Inhalt dieser Information dürfen wir nichts ändern.

 

Hilfreich:  Ein Link bzgl. Hilfe die Corona-Zeiten in Bezug auf Reisen besser zu verstehen.

 

Empfehlenswert:  Ein Link für einen erweiterten Einblick in die Welt der Reisevermittler.

 

Informativ:  Ein Link für gebuchte Kunden bei Canusa Touristk GmbH

 

Neutral: Sehr übersichtliche, aktuelle Zahlen ohne Hysterie & ohne Pressehype und nach Land auswählbar.

 

Relation: Aktuell befindet sich je 1 Infizierter auf 1000 km² in Deutschland, 2 Infizierte auf 1000 km² in den USA und unglaubliche 0,1 Infizierte auf 1000 km² in Kanada.

 

Wir tun unser Bestes und hoffen, dass wir bald wieder reisen und positiv nach Vorne schauen können. Um Ihr Verständnis werben wir auch weiterhin bei dieser unglaublichen Ausnahmesituation. Bleiben Sie gesund, vielen Dank und bis bald...